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Weihnachten 2009 mit echten Bäumen und Blauen Engeln

Weihnachen natürlich feiern

Foto: IMG_1678 von Photography {by Julia} (CC BY-SA 2.0)

Alle Jahre wieder mündet das Weihnachtsfest in riesige Abfallberge aus Geschenkpapier, Lametta und weggeworfenen Tannen. Letztere sind zudem immer seltener aus natürlichem Holz, sondern industriell gefertigte Produkte aus Plastik. Dabei ist ein umweltschonendes Fest wesentlich himmlischer. Weihnachtliche Öko-Produkte sind nicht nur gesünder, sondern sehen meist auch noch schöner aus. Von Bio-Gänsen, wiederverwertbaren Verpackungen und echten Tannenbäumen: Über Möglichkeiten des nachhaltigen Konsums zum Ende des Jahres 2009.

Weihnachtsgans aus dem Bio-Markt

Zum „Fest der Liebe“ werden in Deutschland jedes Jahr rund zehn Millionen Gänse geschlachtet. Die Tiere kommen selbst meist gar nicht von hier, sondern aus osteuropäischen Ländern wie Ungarn und Polen. Hier wird das Federvieh nicht selten noch lebendig gerupft und gestopft. Mit Hilfe der maschinellen Zwangsernährung werden sie in nur neun Wochen auf drei Kilogramm Gewicht gemästet. Wer diese Tierquälerei nicht unterstützen will wird Vegetarier oder kauft die Weihnachtsgans beim Bioladen. Der Aufpreis lohnt sich doppelt: neben dem guten Gewissen soll das Fleisch von „Biogänsen“ aufgrund des höheren Fettgehalts aromatischer schmecken.

Geschenkpapier aus Recycling-Papier

Auch umweltschonendes Geschenkpapier sieht schön aus. Statt des alubeschichteten Papiers kann auch Schmuckpapier aus Recycling- oder Packpapier verwendet werden. Schließlich kann Papier bemalt oder mit getrockneten Blättern, Blumen oder Zweigen verziert werden. Als alternative Verpackungen sind außerdem beliebt: Handtücher, Socken, Gläser oder Kartons. Das ist nicht nur abfallärmer, sondern auch origineller als herkömmliche Verpackungen.

Auch der Inhalt der Verpackungen kann ökologisch sein. Inzwischen gibt es rund 10.000 Produkte mit dem sogenannten Blaue Engel. Mit dem Umweltzeichen werden nur solche Produkte ausgezeichnet, die umwelt- und gebrauchstauglicher sowie gesundheitsschonender sind als vergleichbare Produkte und Dienstleistungen. Die Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit des Blauen Engels garantiert unter anderem das Bundesumweltministerium.

Echte Tannenbäume

Weihnachtsbäume aus Plastik erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Schließlich sind die künstlichen Bäume perfekt „gewachsen“ und verlieren keine Nadeln. Ein echter Baum hat aber nicht nur einen angenehmeren Geruch, sondern hinterlässt auch keinen Müll. Wer einen Garten hat kann seine Tanne auch samt Wurzelwerk als Weihnachtsbaum verwenden und anschließend wieder einpflanzen. Ansonsten kann der Baum auch problemlos zu nahrhaftem Humus verarbeitet werden.

Doch nicht jeder Weihnachtsbaum aus Holz ist ein Segen für die Umwelt. Ein Viertel der etwa 25 Millionen deutschen Weihnachtsbäume wird importiert (vor allem aus Dänemark). Über 80 Prozent der Bäume kommen aus Plantagen, in denen mit Insektiziden und Herbiziden gespritzt und mit Mineraldünger gedüngt wird. Empfehlenswert ist der Kauf heimischer Baumsorten wie Kiefern, Fichten und Tannen aus Durchforstung. Solche Bäume werden lediglich zur Verjüngung und Auflichtung der Bestände geschlagen. Auch Tannen aus ökologischem Anbau mit Naturland-, FSC- oder Bioland-Siegel können ohne schlechtes Gewissen gekauft werden. Hier wird weder gespritzt noch künstlich gedüngt, unerwünschte Gräser werden von Schafen gefressen. Die Ausscheidungen der gefräßigen Tiere sorgen obendrein für die Düngung des Bodens.

Eine Adressliste von Weihnachtsbäumen aus ökologischer Waldwirtschaft und anerkannt ökologischen Weihnachtsbaumkulturen finden Sie bei Robin Wood.

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