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Strohballenhaus: Ökologisch, stabil und günstig

Strohballenhaus

Foto: straw bale house von iphilipp (CC BY 2.0)

Energetisches Bauen ist nachhaltig – sowohl ökologisch als auch finanziell. Dabei wird Stroh als Baustoff für den Hausbau immer attraktiver. Es ist nicht nur umweltschonend und stabil, sondern hat auch hervorragende Dämmeigenschaften. Außerdem ist gepresstes Stroh alles andere als brandgefährdet.

Strohballenhaus: Von der Not zur Tugend

Den sogenannten Strohballenbau gibt es bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts. Aus Mangel an Holz verwendete man erstmals im amerikanischen Nebraska Strohballen für den Hausbau. Neben der tragenden Bauweise – in welcher oft die gesamte Last des Hauses vom Stroh getragen wird – entwickelt man später die nichttragende Bauweise. Bei letzterem ruht das Gewicht des Gebäudes auf einem Holzständerwerk. Hier dient das Stroh dann als Füllmaterial der Zwischenräume. Bei beiden Konstruktionen muss auf einen wirksamen Feuchteschutz geachtet werden.

Wie das konkret aussieht lässt sich im Ökodorf Sieben Linden in Sachsen-Anhalt beobachten. Erst nach jahrelangen Auseinandersetzungen mit den Behörden wurde das Baurecht für die sechs Strohhäuser erteilt. Was die Siedler-Genossenschaft neben den ökologischen Eigenschaften überzeugt hat ist der Vorteil, dass man beim Bau weitestgehend (laute und energiehungrige) Maschinen verzichten kann.

Strohballenbau erlebt Renaissance

Weil man in den USA der Bauweise schon wesentlich länger vertraut, stehen dort bereits etwa 13.000 Häuser dieser Art. Hierzulande sind es derzeit rund 150. Inzwischen nimmt die Zahl neuer Strohballenhäuser jedoch auch in ganz Deutschland stetig zu. Schließlich zeigen umfangreiche Studien und nicht zuletzt jahrzehntelange Erfahrungen aus der Praxis, dass Häuser aus gepressten Stroh stabil sind, sehr gut dämmen und eben nicht brandgefährdet sind.

Die Kosten für ein Strohballenhaus hängen unter anderem davon ab, wie groß der Anteil des alternativen Materials bei der Konstruktion ist. Grundsätzlich ist gepresstes Stroh zwar günstiger, jedoch auch arbeitsaufwändiger. Wer selbst Hand anlegt kann gegenüber dem konventionellen Hausbau (rund 1.000 Euro pro Quadratmeter) bis zu 50 Prozent sparen.

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