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Klima-neutral Fliegen mit Atmosfair

fliegendes Flugzeug

Foto: Airplane von mrhayata (CC BY-SA 2.0)

Bei dem kalten und nassen Wetter sehnen sich dieser Tage wieder viele Menschen nach Sonne, Sand und Strand. Zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen im Winter gehören die Kanarischen Inseln Fuerteventura, Teneriffa und Lanzerote. Die Schattenseite des sonnigen Vergnügens sind enorme Kohlenstoffdioxid-Emissionen einer jeden Flugreise. Mit Atmosfair haben Urlauber die Möglichkeit, den von ihnen verursachten CO2-Ausstoß zu kompensieren.

Flug nach Teneriffa kostet 1,7 Tonnen CO2

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Allein der Hin- und Rückflug einer Person von Frankfurt am Main nach Teneriffa verursacht rund 1,7 Tonnen Kohlenstoffdioxid. Dem Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) zufolge ist die Luftfahrt weltweit für zwei bis acht Prozent der menschengemachten Erwärmung verantwortlich. Angesichts der Vielzahl günstiger Pauschalangebote ist es aber nicht verwunderlich, dass der klimaschädliche Flugverkehr seit Jahren dennoch zunimmt. Ermöglicht wird dies vor allem durch eine Steuerpolitik, welche den kommerziellen Verbrauch von Kerosin nicht besteuert und somit gegenüber wesentlich umweltschonderen Verkehrsmitteln bevorteilt. Johannes Reißland vom forum anders reisen fordert daher die Einführung einer Kerosinsteuer: „Die Einführung einer staatlichen Abgabe auf Turbinenkraftstoff würde diese Wettbewerbsverzerrung wesentlich abschwächen. Flugreisen könnten dann nicht mehr zu Schleuderpreisen verkauft werden.“

Klima-neutrale Flugreise als moderner Ablasshandel?

Umwelt-bewusste Flugreisende haben jedoch die Möglichkeit, durch eine „Klima-Spende“ den von ihnen verursachten Ausstoß an CO2 auszugleichen. Die von Kritikern als „Ablasshandel“ bespöttelte Idee ist so simpel wie effektiv: auf Basis der zurückgelegten Flugkilometer wird ein Betrag errechnet, mit welchem ein klimafreundliches Projekt unterstützt und so die persönlichen „Klimasünde“ neutralisiert werden kann. Das hilft nicht nur dem Klima, sondern ist auch noch steuerlich absetzbar.

Das Geschäft mit dem schlechten Gewissen ist zu einem boomenden Wirtschaftszweig geworden. Wer nun finanzielle und wer ökologische Interessen verfolgt, lässt sich oftmals nur schwer erkennen. Zumal die sogenannten CO2-Rechner häufig ganz unterschiedliche Ergebnisse liefern. Bei TUIfly zum Beispiel emittiert eine Person beim Hin- und Rückflug von Hamburg nach Neapel 228 Kilogramm Kohlenstoffdioxid. Bei der Lufthansa fallen für dieselbe Strecke jedoch 370 kg des Treibhausgases an. Der Schweizer Ökoanbieter Globetrotter Travel Service berechnet mit 580 Kilo CO2 gar mehr als das Doppelte als TUI.

Atmosfair: die Atmosphäre zählt

atmosfair - klimabewusst reisenWie bei anderen Spenden auch stellt sich daher die Frage, bei welcher Organisation das Geld am effektivsten eingesetzt wird. Selbst unter den Zertifikateanbietern gibt es entscheidende Unterschiede. Der Emissionsrechner der Fluggesellschaft British Airways etwa kommt von Climate Care aus Oxford. Das Unternehmen investiert eigenen Angaben zufolge rund 60 Prozent der Spenden in Klimaschutz-Projekte. Im Umkehrschluss kommen also 40 Prozent nicht dem Klima, sondern Verwaltung und Gewinn zugute.

Effektiver arbeiten Organisationen, die kein Geld verdienen dürfen. Dazu gehört die gemeinnützige Berliner Stiftung Atmosfair. Hier werden über 80 Prozent des Spendenaufkommens in Klimaschutz-Projekte investiert. Unterstützt wird damit unter anderem die Stromerzeugung aus Senfernteresten in Indien, der Einsatz effizienter Brennholzkocher in Nigeria oder das Energie sparen in Schulen hierzulande.

Die Berechnungen des CO2-Rechners von Atmosfair sind zudem strenger – sprich: realistischer – als die vergleichbarer Anbieter. Nach Angaben des IPCC ist die Klimabelastung durch den Ausstoß von CO2 in großer Höhe wesentlich größer als am Boden. Atmosfair trägt diesen Schätzungen Rechnung, indem die reinen Kohlendioxid-Emissionen mit 2,7 multipliziert werden. Vielleicht reiste der Atmosfair-Chef ja auch deshalb im Jahr 1997 auf dem Landweg nach Kyoto. Das hat zwar elf Tage gedauert – dafür aber das Klima geschont und sicherlich mit zum Erfolg der Stiftung beigetragen.

6 Kommentare

  1. Hallo perendie,

    auch bei Dir wollte ich mich mal melden. Deine Seite ist doch schnell und gut – ich weiß garnicht, was Du hast – auch der Content gefällt mir.

    Vielleicht könntest du noch einen „Homelink“ einbauen und den Header verlinken. Da fällt das Navigieren leichter. Dann die Stylesheets noch weiter hochsetzen und gut ist. Weiter geht‘ mit Content 😉

    Viel Erfolg mit Deiner Seite!
    Oliver

  2. Hi Christian ich musste mir direkt mal deine Seite anschauen weil du ja beim Oliver wegen den Ladezeiten geschrieben hast, ich muss sagen bei mir hat es langsam geladen, leider 🙁

  3. zum thema atmosfair: meine Freundin und ich wollen im sommer ebenfalls Fliegen. Bringt denn das wirklich was, einem Verein wie Atmosfair was zu zahlen??

  4. Wir setzen mit Flygreen schon seit Anbeginn auf klimaneutrales Fliegen.
    Wenn jemand über http://www.flygreen.de (oder natürlich auch beliebige andere Partner von Atmosfair) einen Linienflug oder was auch immer bucht, bekommt er von Atmosfair eine Spendenbescheinigung. Da Atmosfair eine gemeinnützige GmbH ist, sind die Beiträge selbstverständlich steuerabzugsfähig.

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