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It´s a final Countdown in Kopenhagen

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Bild: Countdown to Copenhagen Logo

In diesen Stunden entscheidet sich, ob sich die mehr als 100 Regierungs- und Staatschefs auf der Weltklimakonferenz zu einer politischen Abschlusserklärung durchringen können oder nicht. Bis zur letzten Minute wird in der dänischen Hauptstadt um verbindliche Auflagen und die Verteilung der (finanziellen) Lasten gefeilscht. Nun wird sich zeigen, ob das Thema Klimawandel wirklich ernst genommen wird oder aber die Beteuerungen führender Politiker doch nur Lippenbekenntnisse waren. Schließlich wurde die Bundesregierung vor einigen Tagen nicht von ungefähr zum „Fossil of the Day“ erklärt.

Über Emissionen, Finanzausgleich und Verbindlichkeit

Der Klimagipfel in Kopenhagen neigt sich dem Ende zu. Unter den Augen einer aufmerksamen Weltöffentlichkeit wagt seit heute Nachmittag eine Gruppe aus rund 25 Ländern (u.a. die Vereinigten Staaten, Deutschland, Großbritannien und Frankreich) einen letzten Anlauf zu einer gemeinsamen politischen Abschlusserklärung. In dem Papier werden auch die zentralen Streitpunkte behandelt. Dazu gehören die Höhe der Emissionsgrenzen, der Ausgleich für ärmere Staaten sowie die Frage, wie verbindlich das alles am Ende sein soll.

Konkret sollen die Industrieländer demnach ihren Ausstoß an Kohlenstoffdioxid bis zum Jahr 2050 um mindestens 80 Prozent reduzieren. Zudem sind „gemeinsame oder individuelle“ Reduktionsziele vorgesehen. Unklar ist bislang, auf welches Referenzjahr sich die angestrebte Verringerung beziehen soll: 1990 würde der Europäischen Union entgegenkommen, 2005 vor allem den USA und Japan.

Das Konzept beziffert außerdem die Unterstützung für die sogenannten Entwicklungs- als auch Industrieländer. Ärmere Staaten sollen in den kommenden zwei Jahren 30 Milliarden Dollar für die Finanzierung von Klimaschutz-Maßnahmen erhalten. Bis zu 100 Milliarden Dollar sollen die reichen Länder in die langfristige Finanzierung investieren. Dem großen Ziel entsprechend wird angestrebt, die globale Erwärmung auf zwei Prozent begrenzen. 2016 soll außerdem überprüft werden, ob sich der Temperaturanstieg auch auf 1,5 Grad begrenzen lässt. Diese Forderung kommt vor allem von kleinen Inselstaaten, die existenziell vom Anstieg des Meeresspiegels bedroht sind.

Verbindlichkeit erst ab 2010?

Während über das Zwei-Grad-Ziel weitgehender Konsens herrscht, wird nach wie vor über den Beitrag von Schwellenländern wie zum Beispiel China, Brasilien und Indien gestritten. Bundesumweltminister Norbert Röttgen zeigt sich optimistisch, dass die geplante Abschlusserklärung verabschiedet wird. Jedoch müssen der geplanten Abschlusserklärung am Ende nicht 25, sondern über 190 Staaten zustimmen. Vielleicht hilft ja einigen Unentschlossenen der vorgesehene Termin: so soll erst Ende nächsten Jahres das eigentliche UN-Abkommen abgeschlossen werden.

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