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Grüne Apps und nachhaltiger Konsum

Für die meisten gehört das internetfähige Smartphone längst zum Alltag. Inzwischen gibt es immer mehr kreative und praktische Zusatz-Applikationen. Das Umweltbundesamt (UBA) hat eine Liste sogenannter „Apps“ veröffentlicht, mit denen Umweltschutz zum Kinderspiel werden soll.

Apps für nachhaltigen Konsum

EcoChallenge“ beispielsweise liefert dem User jede Woche zwei neue Herausforderungen und Informationen zu Themen wie regionales Essen, Ökostrom oder Mobilität. Damit das Ganze auch motiviert, setzt die vom Wissenschaftsministerium des Landes Brandenburg geförderte Anwendung auf den Spaß am Wettbewerb. So können die eigenen Erfolge dokumentiert und mit anderen zu verglichen werden.

Unter dem Motto „Scan dich glücklich!“ informiert „Barcoo“ den Anwender beim Einkauf über Inhaltsstoffe, Ökolabels, die Nachhaltigkeitsbewertung des Herstellers und den Preis des Produkts bei der Konkurrenz. Dazu muss einfach mit der Kamera der Strichcode auf der Verpackung eingescannt werden. Alternativ ist es natürlich auch möglich, den Namen des Produktes einzugeben.

Durch die anhaltende Überfischung der Meere sind mittlerweile 80 Prozent der globalen Fischbestände bedroht. Mit dem Fischratgeber „Fische & Meeresfrüchte 2010/2011“ will der WWF Verbraucher zum nachhaltigen Fischkonsum animieren. Mit Hilfe der App sieht man auf einen Blick, welche Fische bedenkenlos gekauft werden können und welche lieber geschont werden sollten.

Vegan essen und Strom sparen

„Nie war es so einfach wie heute, vegan zu leben“, sagt Peta. In der Tat bietet der Markt inzwischen zahllose Ersatzprodukte für Lebensmittel, Kosmetikprodukte und Kleidungsstücke, bei deren Herstellung Tiere leiden mussten. Selbst Discounter kennzeichnen vegane Produkte entsprechend. Mit dem theoretischen Hintergrundwissen der „Vegan Starter App“ von Peta wird vegetarisches und veganes Leben noch einfacher.

In einem Durchschnittshaushalt fallen jedes Jahr unnötige Stromkosten in Höhe von 200 Euro an. Eine Ursache ist der Dauerstromverbrauch durch Geräte im Standby-Betrieb. Bei „StandbyCheck“ der vom Bundesumweltministerium geförderten Klimaschutzinitiative co2online können Verbraucher Zählerstände eingeben, den Dauerstromverbrauch ermitteln und online ein Energiesparkonto einrichten. Wer sich für letzteres entscheidet, bekommt kostenlos indiviuelle Tipps zum Energiesparen.

Die Liste des Umweltbundesamts zeigt, dass es unter den Tausenden Apps auch einige gibt, die mehr als reine Spielerei sind. Paradoxerweise laufen einige der „grünen“ Applikationen nur auf Smartphones der neusten Generation und fördern damit den nicht gerade ökologischen – weil schnelllebigen – Produktzyklus der Geräte. Die komplette Liste des UBA gibt es hier.

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