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Erneuerbare Energien für Zuhause: Ökostrom und Biogas

Windrad

Foto: Windrad 1 von Peter Heilmann (CC BY 2.0)

Dass man seinen Stromanbieter wechseln kann, hat sich inzwischen weitgehend herumgesprochen. Seit der Liberalisierung der Energiemärkte Ende der 1990er Jahre entscheiden sich immer mehr Verbraucher für einen alternativen Stromanbieter. Weniger bekannt ist, dass auch ein Wechsel des Gasversorgers den Geldbeutel spürbar entlasten kann. Neben finanziellen Gründen spielt immer häufiger auch die Umweltbilanz bei der Wahl des richtigen Versorgers eine Rolle. Schließlich werden Ökostrom und Biogas aus erneuerbaren Energiequellen immer günstiger. Mit einem kostenlosen Anbieterwechsel können Haushalte nicht nur Geld sparen, sondern auch die Umwelt schonen.

Energiemarkt: Anbieterwechsel leicht gemacht

Die Zahl der Strom- und Gasanbieter nimmt seit Jahren stetig zu. Inzwischen gibt es rund 900 Stromanbieter und 7000 Stromtarife. Weil der Gasmarkt erst seit dem Jahr 2006 so langsam in Schwung kommt, ist der Wettbewerb hier noch nicht ganz so ausgeprägt. Dennoch lohnt sich in beiden Fällen ein Vergleich der Anbieter. Wer sich um seine Energieversorgung nicht kümmert, wird automatisch vom Grundversorger beliefert. Dieser ist jedoch in der Regel deutlich teurer als die überregionale Konkurrenz. Im Internet helfen zahlreiche Vergleichsportale bei der Suche nach günstigen Alternativen. Hier kann man die vor Ort verfügbaren Tarife vergleichen und kostenlos online wechseln. Der neue Energieversorger übernimmt anschließend die Kündigung beim alten. Der Wechsel dauert je nach Kündigungsfrist in der Regel zwischen sechs und acht Wochen.

Ökostrom und Biogas werden immer günstiger

Neben finanziellen spielen immer mehr auch ökologische Motive beim Anbieterwechsel eine Rolle. Ökostrom kostet dank der Förderung durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) nur noch wenig mehr als konventioneller Strom. Im Gegensatz zu Strom aus Kohle- oder Kernkraft entsteht bei der Produktion von Ökostrom weder Kohlenstoffdioxid noch radioaktiver Müll, da dieser aus Wind-, Sonne- und Wasserkraft gewonnen wird. Weil der Begriff „Ökostrom“ rechtlich nicht geschützt ist, bedeutet Ökostrom nicht zwangsläufig umweltschonend produzierter Strom. Einige Anbieter kaufen Zertifikate und verkaufen anschließend ihren Strom als Ökostrom, ohne dass sie am Strommix etwas ändern. Andere Unternehmen liefern sowohl grünen als auch konventionellen Strom. Hundertprozentige Ökostromanbieter mit bundesweiten Tarifen sind Naturstrom, LichtBlick, Greenpeace Energie und Elektrizitätswerke Schönau.

Bei Biogas ist die Situation etwas schwieriger. Biogas hat den großen Vorteil, dass bei der Verbrennung nur die Menge an Treibhausgasen in die Atmosphäre gelangt, welche zuvor der Umwelt entnommen wurde. Zudem ist der Energieträger nicht nur klimaneutral, sondern wie Ökostrom auch unendlich verfügbar. Das bei der Gärung von Biomasse entstehende Gas ist in der Herstellung jedoch nach wie vor verhältnismäßig teuer, so dass es in vielen Fällen konventionellem Erdgas lediglich beigemischt wird. Das Gas von LichtBlick beipielsweise hat einen Biogas-Anteil von nur fünf Prozent. Neuerdings bietet außerdem Naturstrom nach Biogas-Anteil gestaffelte Tarife an. Wer sich für „naturstrom Biogas 100%“ entscheidet bezaht zwar am meisten, kann dafür aber sicher sein mit ausschließlich nachhaltig produziertem Gas versorgt zu werden.

1 Kommentar

  1. Wir sind jetzt auch bei Lichtblick. Ist wirklich nicht viel teurer als normaler Strom. Biogas ist aber nach wie vor viel teurer als Erdgas und wird das auch die nächste Zeit noch bleiben.

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