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Elektroautos sind nur Übergangslösung

Elektroauto

Foto: Foto795 von pppspics (CC BY 2.0)

Nach einem einjährigen Pilotprojekt kommen Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass der Umstieg vom Verbrennungs- zum Elektromotor ab sofort möglich ist. Demnach ist die Infrastruktur kein Hindernis für den Durchbruch der Elektromobilität. Dabei ist die aktuelle Technologie nur eine Übergangslösung, denn die Zukunft gehört dem Wasserstoffauto.

Steckdose statt Ladestation

Seit über einem Jahr läuft der vom Bundesverkehrsministerium finanzierte Feldversuch im Kölner Stadtgebiet mit 20 Transportern und einigen PKW. Dabei hat sich gezeigt, dass die meisten Fahrer ihr Elektroauto einfach zu Hause an der Haushaltssteckdose aufladen. Weitere Investitionen in zusätzliche Ladestationen sind daher zunächst überflüssig. Die Telekom wird das übrigens nicht gerne hören. Schließlich verliert der Kommunikationsriese kontinuierlich Marktanteile und glaubt im Roaming für Elektroauto-Tankstellen ein neues lukratives Geschäftsfeld entdeckt zu haben.

Neben der Infrastruktur gilt die geringe Reichweite als großes Manko der Technologie. Tatsächlich sinkt diese an extrem kalten oder heißen Tagen durch den Betrieb der Klimaanlage bis auf gut 100 Kilometer. Doch selbst das stellt (zumindest für Großstädter) kein Problem dar: Die Kölner Probanden legen im Durchschnitt gerade einmal 30 Kilometer pro Tag zurück.

Automobilbranche und Energiewirtschaft dürften die Ergebnisse freuen. Bernhard Mattes, Chef von Ford Deutschland, findet dafür große Worte: „Die Elektromobilität funktioniert. Die Autobranche steht im größten Umbruch ihrer Geschichte.“

Elektroauto: Übergangslösung zum Wasserstoffauto

Für Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen, selbst am Kölner E-Auto-Projekt beteiligt, steht fest: „Das Auto der Zukunft fährt mit einer Brennstoffzelle, in die wir Wasserstoff tanken.“ Allerdings werde es noch 20 Jahre dauern, bis genug Strom aus regenerativen Quellen für die Wasserstoffgewinnung produziert wird und die notwendige Infrastruktur steht. Dudenhöffer zufolge geht man nun den Umweg über die Elektro-Autos, da die Technologien im Prinzip ähnlich sind. „Nur die Batterie wird zum Teil durch die Brennstoffzelle ersetzt. Beide fahren mit Strom. Das heißt, wir bauen die Technologie heute schon aus und ersetzen nur den Energiespeicher.“

Bei Wasserstoffautos handelt es sich also um nichts anderes als Elektrofahrzeuge mit wasserstoffgespeisten Brennstoffzellen. Gegenüber der Batterie hat die Brennstoffzelle entscheidende Vorteile: Die Reichweiten sind mit bis zu 700 Kilomentern erheblich größer. Zudem ist die Tankzeit mit der konventioneller Fahrzeuge vergleichbar (kurz). Bei allem öffentlichen Hype um das Elektroauto: Der Automobilhersteller Daimler weiß genau, warum er an der kostspieligen Entwicklung des Wasserstoffautos festhält.

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